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"Sie kam aus Mariupol" von Natascha Wodin

Lesetipp von Anja Goede

"Sie kam aus Mariupol" von Natascha Wodin
Lesetipp von Anja Goede

Zu Recht hat dieses fesselnde Buch den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Natascha Wodin begibt sich darin auf Spurensuche nach ihrer früh verstorbenen Mutter, einer 1943 zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppten "Ostarbeiterin". Von deren Vergangenheit weiss sie nicht viel mehr, als dass sie aus der ukrainischen Hafenstadt Mariupol stammt und sich, als die Tochter 10 Jahre alt war, das Leben nahm. Wieso blieb sie mit ihrem ukrainischen Mann in Deutschland? Nur langsam enthüllt sich eine Lebens- und Familiengeschichte, die exemplarisch für das 20. Jahrhundert ist. Die Mutter entstammte einer Adelsfamilie, von deren Existenz die Autorin nichts ahnte. Die Eltern erlebten als Zwangsarbeiter Schreckliches. Der Rückweg in die Ukraine blieb auch nach Kriegsende abgeschnitten. Natascha Wodin erzählt beklemmend von einem wenig bekannten Kapitel des Dritten Reichs: den sogenannten Ostarbeiterinnen und Ostarbeitern, die in der Hierarchie der Zwangsarbeiter ganz unten standen.


16.08.2017
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